Quo vadis, Europa? – Kommentar zum Lissabon-Vertrag
ein politischer Kommentar von Adrien Volkmann
Nach dem verhängnisvollen Ja der Iren – dem eine massive, aus EU-Mitteln finanzierte Propagandakampagne vorausgegangen war – ist der Weg zur endgültigen Ratifizierung des Lissabonner Vertrages beinahe freigeräumt.
Ein weiteres Mal wird man die Iren schließlich nicht fragen. Noch aber besteht Hoffnung für Europas Demokraten, Hoffnung in Gestalt des tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus, welcher die Unterzeichnung immer noch verweigert, und des britischen Tories-Chef David Cameron, welcher im Falle eines (fast sicheren) Wahlsieges ein Referendum in Großbritannien in Aussicht stellte. Dessen mögliches Ergebnis ist ein offenes Geheimnis und ganz klar gegen den EU-Zentralismus gerichtet.
Voraussetzung ist nur, dass der eine die Ratifizierung so weit hinausschiebt, bis der andere die Möglichkeit bekommt, sein Plebiszit zu starten.
Wie aber lautet mein Vorschlag zur Europafrage?
Er lautet folgendermaßen: Ja zu einer engen Freundschaft der Völker Europas, und zu enger wirtschaftlicher und außenpolitischer Kooperation. Geschlossenes Auftreten nach außen hin ist richtig und wichtig, genauso wie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Der Bundesstaat jedoch, zu dem diese EU zu werden droht, halte ich für den absolut falschen Weg und für einen Garant zum nächsten Krieg (der dann wohl Bürgerkrieg genannt werden wird).
Für geschlossenes Auftreten und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedarf es keiner inneren Gleichschaltung.
Die Erosion der Nationalstaaten, der Versuch, auch eine kulturelle europäische Identität zu schaffen, wird die kostbaren Eigenheiten jeder Kultur innerhalb der EU vernichten oder zumindest schwer schädigen, es ist nicht abzusehen, wie sich das entwickeln würde auf die Dauer, würden wir es zulassen.
Die Nation ist eine natürlich gewachsene, auf Volkstum und kultureller Einheit basierende Struktur, deren Souveränität nicht angetastet werden darf durch einen bürokratischen, auf dem Schreibtisch zusammengeschusterten Vielvölkerstaat, dessen Nichtfunktionieren bereits die UdSSR bestens demonstriert hat.
Die Demokratieeinschnitte welche der Vertrag von Lissabon beinhaltet (Schüsse auf friedliche Demonstranten, das Wegfallen der lästig gewordenen Referendumsklausel) und das Durchdrücken des Vertrages bei allgemein bekannter ABLEHNUNG innerhalb der Bevölkerung der Europäischen Union sind schlichtweg unerträglich.
Denn die machtgierigen, von internationaler Solidarität träumenden alten Männer in Brüssel zerstören das alte, das wahre Europa, zerstören jedes einzelne Volk und jede Kultur und wollen es zugunsten einer europäischen “Leitkultur” in einem faden Sud auflösen. Europa wird dies nicht mehr sein, sondern eine nihilistische und speichelleckende, „durchgegenderte Schlappschwanzgesellschaft“ ohne jede Größe! Die Menschen Europas wissen davon – von dem medial total lobotomierten Deutschland abgesehen – und deshalb gibt es nicht ohne Grund kein Referendum. Anfangs, vor Auftauchen der ersten Prognosen, stand es sehr wohl im Bereich des Möglichen, wurde dann jedoch verworfen – oh Wunder.
Die SPD, welche sich heute noch rühmt, weiland das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten nicht unterzeichnet zu haben, ist dumm und fett geworden und unterzeichnet heuer breit grinsend dessen Neuauflage.
Ich erachte den Lissabonner Vertrag, das Tarnnetz, welches über die EU-Verfassung gelegt wurde, schlichtweg für eine solche, welche den Weg ebnen soll für eine autokratische Rätediktatur in Europa, deren Völker sich dessen nicht mehr erwehren werden, da ihre Identität und ihr Stolz systematisch durch mediale Beeinflussung niedergedrückt und gedemütigt wurde und ersetzt durch ein permanent schlechtes Gewissen wegen Verbrechen, die bereits mehrere Generationen in der Vergangenheit liegen.
Kurz kann man meine Haltung mit den Worten des von mir bewunderten Charles´ de Gaulle ausdrücken
Für ein Europa der Vaterländer – gegen ein Vaterland Europa!
Ich rufe hiermit alle Leser auf, sich auf das im Grundgesetz verbuchte Recht auf Widerstand zu berufen, welcher gegen jene gebilligt ist, die selbiges entmachten wollen. Millionen sollten zur Stunde auf der Straße stehen!
In diesem Sinne,
A. Volkmann

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Kategorie: Politik & Wirtschaft Ein Kommentar »
am 19. Oktober 2009 um 13:03 Uhr | #
Ja, aber hallo Herr Volkmann, da haben Sie sich gut geoutet, meinen herzlichen Glueckwunsch.
Da muss der CSU Mann Gauweiler vor dem deutschen Verfassungsgericht (”notorisches, demokratisches Defizit der EU”) eine Klage einreichen und es ist so, dass die Lisabon Vertraege teilweise verfassungswidrig waren/sind und unsere Schnachnasen im Parlament zur Nachbesserung gezwungen werden muessen.
Da beklagt doch unsere BuKn Merkel den Schwund der Artenvielfalt und gebitet Montsanto nicht wirklich Einhalt. Das Genom von Brokkolie und dem Hausschwein soll patentiert werden! aber die EU schafft die 100Watt Gluehlampe ab.
Wir wurden nicht gefragt! Wir duerften nicht “waehlen”!
Ja, leider sehe ich das auch so, dass unsere Buergerrechte und unsere Freiheit in Gefahr sind.
Ich weis wirklich nicht wie man unsere “Volksvertreter” zur Vernunft bringen kann. Vielleich mal ein General- und Steuerstreik? Es muss denen ans Geld gehen, sonst machen die mit uns was die wollen.
Der Filz der etablierten Parteien hat sich schon so weit ausgebreitet, dass wir anscheinend Leibeigene der herrschenden, politischen Kaste werden sollen!
Gruss Gerhard Schweickhardt