Gaddafi-Anhänger erobern Bani Walid zurück

Quelle: RedGlobe.de

Wie die Nachrichtenagentur AFP heute meldet, haben Widerstandskämpfer, die loyal zum ermordeten langjährigen libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi stehen, die Wüstenstadt Bani Walid eingenommen. Zuvor hatten auch andere Agenturen über heftige Kämpfe um die Ortschaft berichtet. Der US-Nachrichtendienst Stratfor meldete, Bani Walid sei komplett von Gaddafi-Getreuen umstellt und werde von diesen mit zahlreichen Waffen unter Feuer genommen. Fünf Kämpfer des »Nationalen Übergangsrates« (NTC) seien getötet worden, darunter der Kommandeur der in Bani Walid stationierten Brigade, berichtete AFP. Der unabhängige französische Journalist Allain Jules berichtet sogar von mindestens elf getöteten NTC-Kämpfern. Die Stadt hatte monatelang den Angriffen der von der NATO unterstützten Rebellen getrotzt und konnte von diesen erst Mitte Oktober eingenommen werden.

Quelle: http://www.tlaxcala-int.org/

Die spanischsprachige Nachrichtenagentur des libyschen Widerstandes, Al-Mukawama, berichtet, die Zahl der »patriotischen Kämpfer« liege zwischen 100 und 150, die über schwere Waffen verfügen und die grüne Fahne der Jamahiriya über dem Stützpunkt der »Brigade 28. Mai« der NTC-Truppen gehisst hätten.

Bereits in den letzten Tagen hatte es wiederholt Meldungen über zunehmende Aktionen des Widerstandes gegeben. So griffen Kämpfer in Ras Lanouf einen Konvoi der NTC-Truppen an. Zugleich zeigen sich immer offener Risse zwischen den verschiedenen Fraktionen der »Rebellen«.

CDU-Jugendorganisation will Klassenkampf!

von Heinrich Freer

Die Junge Union Baden-Württemberg beginnt sich wohl zu langweilen und beginnt heiße Luft gegen die sehr zögerlichen Schritte für die Etablierung von Gemeinschaftsschulen im Ländle zu speien. JU-Chef Nikolas Löbel zeichnet sich dadurch aus einen kämpferischen aber dennoch inkompetenten Stil an den Tag zu legen und mit Bildern von „Bildungsgeisterbahnen“ und „Schicksalsjahren der Ministerin Warminski-Leitheußer“ lockt dieser Parteilaufbursche niemanden mehr hinterm Ofen hervor – schon gar nicht zur Rekrutierung eines auf die Straße verlagerten „Bildungskampfes“. Ein gewisses Maß an Parolenschleuderei sei dennoch den Unionslaufburschen vergönnt, denn schließlich haben diese keinen leichten Job mehr nach dem Verlust der Regierungsmacht in Baden-Württemberg – ein Mappus, der eine Laudatio bei den Freiburgern Fasnetrufern in selbstironischen Duktus auf den BZ-Chef Christian Hodeige, scheint auch kein gutes Vorbild für ernst zu nehmende, christdemokratische Politik zu sein und findet eher seinen Platz statt in freier Wirtschaft in der Kabarettistenzunft.

Quelle: Stimme.de

Den Kampf auf der Straße hat Löbel auch locker und leicht nach Guttenbergschem Vorbild den Linken entwendet, aber er meint es sicherlich nicht wirklich ernst – denn dies kann nur mehr in einer hoch kostspieligen Lachnummer enden. Die Argumentation der Jungen Union zieht einfach komplett nicht: Die grün-rote Landesregierung steht nicht im Zeichen einer drohenden Sozialistendämmerung, sondern geht kleine Schritte und möchte der Liebling von allen sein: Eine Änderung der vorherrschenden Schulform an einer Schule kann auf Antrag der Schule bei der Landesregierung beantragt und gefördert werden, gezwungen wird dazu aber niemand. Die Demontage des dreigliedrigen Schulsystems mit der Umwandlung von der Hauptschule in sogenannte Werkrealschulen hat die Mappus-Regierung schon selbst auf den Weg gebracht. Löbel möchte aber von Fakten und Logik nichts wissen, denn er möchte nicht mehr die parlamentarische Auseinandersetzung suchen, sondern Angst schürend (korrekter: emotionalisierend) diskutieren und „die Menschen im Land wach rütteln“. Statt einer fundierten Kritik platziert die Junge Union sich in eigener Verzweiflung über die grün-rote Vorherrschaft im Ländle dort, wo man sie schon immer erwartet hat: An vorderster Front für das Absondern von heißer Luft und Diffamierungen.

Iranischer Sender: 12.000 US-Soldaten in Libyen gelandet?

Haben die USA 12.000 Soldaten nach Libyen entsandt? Das jedenfalls meldet der englischsprachige iranische Fernsehsender Press TV unter Berufung auf die internationale arabische Tageszeitung Asharq Alawsat. Die Zeitung habe berichtet, dass die nordamerikanischen Truppen am Erdölhafen der Stadt Brega im Norden Libyens gelandet seien, so Press TV. Auf der Homepage der Zeitung selbst ist diese Meldung nicht zu finden, und auch auf der Homepage des Pentagon ist kein Hinweis auf eine derartige Offensive zu finden.

Quelle: Presstv.ir

Dem Bericht zufolge werde erwartet, dass die US-Truppen die Kontrolle über die wichtigsten Erdölfelder des Landes übernehmen sollen, um Stabilität und Sicherheit in der Region zu gewährleisten. Brega gilt als eines der wichtigsten Zentren für die libyschen Erdölexporte.

Hintergrund der Meldung dürfte jedoch die sich tatsächlich verschärfende Sicherheitslage in Libyen sein. Am Samstag explodierte Medienberichten zufolge eine Granate am Sitz des selbsternannten Nationalen Übergangsrates in Bengasi, nachdem zuvor rund 200 Menschen versucht hatten, das Gebäude zu besetzen. Sie hatten gegen fehlende Transparenz in der Justiz der neuen Machthaber in Libyen protestiert. Sprecher des Übergangsrates erklärten daraufhin, sie hätten die Sicherheitsmassnahmen verstärkt, die Ermittlungen zu den Verantwortlichen für den Anschlag seien aufgenommen worden.

Quellen: Press TV, Asharq Alawsat / RedGlobe

Verein der Mimosen: Die Geschichte vom sinkenden Rösler-Mobil.

von Heinrich Freer

Wir erleben eine öffentliche Demontage der Partei, die sich dem Liberalismus verschrieben hat und mit vielen blumigen Prädikaten versehen hat. Den Absturz der Westerwelle Group Co. KG haben wir hautnah erleben dürfen im Jahr 2011 und können diese seit 2009 mitverfolgen. Auf am Boden liegende tritt man nicht, so gerne man diese einmalige Chance auch ausnutzen möchte. Man möchte aber nüchtern betrachten, was aus einer vormals sehr professionellen, gut organisierten Kleinpartei geschehen ist und ein wenig nachhelfen bei der Besserung (oder beim Schritt ins Grab).

Kurz vor dem Ende des Jahres 2011 zieht sich der Generalsekretär Christian Lindner zurück. Das trifft die Partei schwer – die aber natürlich noch etwas sehr gelähmt wirkt von den vielen Wahlniederlagen. Die sogenannte Boygroup verliert nicht nur den charismatischen Wortführer, sondern auch sehr viel von dem Vertrauensvorschuss der Basis. Lindner kann sich auf seine Solo-Karriere in Ruhe vorbereiten und in der weihnachtlichen Stimmung ist die Katharsis von Schulden und Altlasten eine durchaus geläufige Methode, die nun auch in der FDP zur Praxis wird.

Gehen wir jedoch weiter zurück, werden wir die Liberalen in dieser Selbstfindungsphase noch auf andere Fettnäpfchen treffen sehen. Alleine 2011 hat es diese Partei geschafft Freiheit der Meinung, Stabilität und Demokratiesinn zu verpassen und gleichzeitig den oppositionellen Euro-Skeptikern den Medienkanal abzuwürgen. Brüderle patzt mit seinen undurchdachten Äußerungen zum Atomkonsens der Bundesregierung und Westerwelle wird von der Parteiszene verbannt. Sterne fallen gelbleuchtend vom Himmel und erleuchten das Politik-Firmament.

Es ist eine Glanzzeit der fallenden Sterne: Die FDP erlebt ihr Dreikönigsfest im Zeichen der Apokalypse. Nach einer ruhigen Weihnacht kündigt die Ministerpräsidentin des Saarlands die einmalige Jamaika-Koalition. Nicht die Grünen spielen die lästigen Querulanten. Nein, die dortige FDP-Fraktion ist in ständigen Personaldebatten und besitzt nicht einmal mehr einen Fraktionsvorsitzenden. Auch beginnt die Flucht zur CDU und das vermag nur eines heißen: Rette sich wer kann!

Das Schauspiel muss sich weiter ziehen, bis Ende Feierabend ist. Die Koalition wird schauen müssen wo sie bleibt im Bundestag, denn allmählich sollte man sich wieder der ernsthaften Arbeit zuwenden (was wohl mit der FDP nur schwerlich klappen wird, da sie Führungslos und planlos wie und je erscheint). Kaiserin Merkel wird durchaus selbst entscheiden können, ob ihr der gelbe-liberale Hofnarr oder der zuverlässig arbeitnehmer-verratende rote Narr besser gefällt. Der Vorhang ist offen, nicht gefallen: Die Zukunft wird zeigen, was mit Marktradikalen passieren wird.

Jamaika – ade! Streitkoalition gesprengt, was nun?!

von Heinrich Freer

Wir lieben Tragödien. Wir lieben Schreckensmeldungen. In Saarbrücken wird laut Informationen der Saarbrücker Zeitung (SZ) die erste und bisher einzige Jamaika-Koalition in der Bundesrepublik durch die Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) aufgelöst. Sie bestand insgesamt etwa zwei Jahre und laut der Frau Ministerpräsidentin wird jetzt im Saarland eine große Koalition sich den Weg anbahnen.  Entsprechende Vorgespräche soll es bereits gegeben haben.

Ein Grund für den Bruch mit den beiden Koalitionspartnern ist sicherlich zum einen die immense Handlungsunfähigkeit der FDP-Fraktion im Landtag. Deren Fraktionsvorsitzender hat bereits das Handtuch geworfen und ist zur CDU übergetreten – angesichts des endgültigen Absturzes der FDP eine sehr kluge und zukunftsorientierte Entscheidung.  “Vertrauen, Stabilität und Handlungsfähigkeit innerhalb des Regierungsbündnisses” seien in der Koalition aus Liberalen, Öko-Demokraten (Grüne) und den Christdemokraten “nicht mehr ausreichend vorhanden”.

Eine Abwärtsspirale ergreift die etablierten Parteien, derer sich nur noch die zwei sogenannten Volksparteien CDU und SPD erwehren können. Der Abgesang der FDP ist längst erklungen und die Neuen auf dem “Spielplatz der Politik” wie die Piratenpartei, Bündnisgrünen und die Liberalen werden von der Politikverdrossenheit mitgerissen. Neue Konzepte fehlen allen Parteien momentan (wobei nur die Piraten je zugegeben haben, dass sie diese nicht haben und daran noch arbeiten) und es fehlt somit auch das Potenzial an Begeisterungsfähigkeit vitaler Parteien. Für viele Menschen in unserem Land sind nur noch große Parteien scheinbar die Garanten für eine stabile Politik, die wenig abweicht und auch wenig bewegen möchte. Man möchte Ruhe von den ganzen EU-Krisen-Gipfeln haben, man möchte einer ruhigen Arbeit nachgehen und sein Auskommen sichern. Das Problem ist nur: Wer sich nicht bewegt, der bewegt auch nichts.

Mit Freude kann man auf das Ende einer neoliberalen Koalition blicken, die sich mit allen Mitteln der Beschönigung (“Mehr Netto vom Brutto”, “Gegen Atomkraft und Umweltverschmutzung”, “Bloß keine Experimente”) schmücken durfte und insgesamt sicherlich eher wenig zustande gebracht haben dürfte. Neben der Absenkung der Grenzen für Volksentscheide (Verdienst der FDP und der Bündnisgrünen) und die Abschaffung der Studiengebühren (Bündnisgrüne) sieht man nur wenig in Arbeit. Heiko Maas (SPD) sieht ebenso auch den Willen zum Sparen an eigenen Zuwendungen und Ausgaben im Landtag nicht gegeben. Altruismus war noch nie eine neoliberale, runde Sache. Was erwartet uns aber hingegen bei einer großen Koalition? Durchbrüche oder stabilisiertes Sparen bei denjenigen, die ohnehin nichts in unserer Gesellschaft besitzen außer ihren Händen, ihrem Denken und ihrer Arbeitskraft?

Aktuelle Sitzkonstellation im Landtag des Saarlandes

Aktuelle Sitzkonstellation im Landtag des Saarlandes

Bedenken wir jetzt einige Koalitionsmöglichkeiten und machtpolitischen Kalküle, die jetzt offen stehen:

  • Der Landtag vom Saarland besitzt insgesamt 51 Sitze – somit sind insgesamt 26 Sitze für eine feste, absolute Mehrheit notwendig.
  • Einer schwarz-gelben Koalition aus CDU und FDP fehlt die Mehrheit im Landtag: Zusammen kommen diese gerade mal auf 24 von 26 Sitze. Hier ist theoretisch eine Tolerierung durch die Grünen möglich, wahrscheinlich aber wegen dem Bruch der Jamaika-Koalition eher unmöglich.
  • Mit 32 Sitzen hätte eine große Koalition aus SPD und CDU eine sehr bequeme Mehrheit zum Regieren. Höchstwahrscheinlich wäre das auch der Favorit für die amtierende Ministerpräsidentin. Die SPD als Juniorpartner muss aber die Wirkung einer solchen Bündnissituation bedenken: Man wird weiterhin der kleine Mitarbeiter der Christdemokraten bleiben und nur mühevoll das eigene Programm durchsetzen können. Riskant wäre diese Koalition aber insgesamt nicht und auch bundespolitisch im Bundesrat würde dies die aktuelle Machtkonstellation für Bundeskanzlerin A. Merkel nicht verändern. Alles bleibt beim Alten.
  • Die Linke besitzt nun 11 Sitze im Landtag; die SPD besitzt 13 Sitze im Landtag. Eine rot-rote Minderheitsregierung wäre möglich, insofern die Grünen bereit sind zu tolerieren (Enthaltung bei Stimmabgaben). Dies wäre eine einmalige Chance für die linken Parteien im Westen, das somit auch eine links-sozialdemokratische Regierung sich im Westen etablieren könnte. Die Chancen dafür sind jedoch eher gering zu schätzen: Lafontaine ist immer noch völlig verbrämt unter den Sozialdemokraten im Saarland aufgrund von seiner polarisierenden Wirkung und dem einschneidenden Erfolg im Jahre 2009.
  • Die Grünen (3 Sitze) und die Liberalen (5 Sitze) spielen für die Sitzverteilung realistisch keine Rolle – können aber das Zünglein an der Waage werden für schwächere Koalitionen wie Tolerierungen (vergleiche Situation im Landtag von NRW). Das Zünglein an der Waage wären die Bündnisgrünen, die sich jetzt entscheiden müssen, ob sie das Modell der Tolerierung einer rot-roten Regierung fahren möchten – oder das eher konservative Modell der großen Koalition befürworten möchten.
  • Den Linken käme nach ihrem erfolgreichen, medial wirkungsvollen (Drogendebatte) Programmparteitag ein machtpolitischer Erfolg gelegen und würde einen Push für bundesweite Umfragewerte bedeuten.

Die Piratenpartei liegt außen vor, obwohl sie sich einiger bundespolitischer Beliebtheit erfreuen kann. Dank einiger Fauxpas in der Bundesspitze, wird sie nur punkten können, wenn es im Saarland Neuwahlen gibt. Neuwahlen bedeuten aber für die bisher eingezogenen Parteien, dass sie sehr schnell wieder herausfliegen können: Die Linke kann massiv verlieren (aber im Landtag sicher weiter vertreten bleiben), FDP und Bündnisgrüne werden mit Sicherheit schwer zu kämpfen haben und unter Umständen ihre Plätze im Landtag vollständig verlieren. Eine Grüne Trendwelle zeichnet sich nach dem Baden-Württembergischen Super-Gau auch nicht ab.

 

 

Appell: Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens

Friedensaktivisten, Wissenschaftler, Politiker und Publizisten fordern in einem am 3. Januar verbreiteten Aufruf die Bundesregierung auf, die Kriegsvorbereitungen gegen Syrien und Iran zu stoppen und die Embargos gegen die beiden Länder zu beenden. Zu den bisher mehr als 400 Unterzeichnern gehören die Linke-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen, Diether Dehm, Heike Hänsel, Ulla Jelpke und Eva Bulling-Schroeter, der Philosoph Domenico Losurdo sowie die Schriftsteller Erasmus Schöfer, Gerhard und Ingrid Zwerenz.

Quelle: Wikipedia.de

erschienen in der jungen Welt

Zehntausende Tote, eine traumatisierte Bevölkerung, eine weitgehend zerstörte Infrastruktur und ein zerfallener Staat: Das ist das Ergebnis des Krieges, den USA und NATO geführt haben, um den Reichtum Libyens plündern und das Land wieder kolonialisieren zu können. Jetzt bereiten sie offen den Krieg gegen die strategisch wichtigen bzw. rohstoffreichen Länder Iran und Syrien vor, die eine eigenständige Politik verfolgen und sich ihrem Diktat nicht unterordnen. Ein Angriff der NATO auf Syrien oder Iran kann zur direkten Konfrontation mit Rußland und China führen – mit unvorstellbaren Konsequenzen.

Mit ständigen Kriegsdrohungen, dem Aufmarsch militärischer Kräfte an den Grenzen zu Iran und Syrien sowie mit Sabotage- und Terroraktionen von eingeschleusten »Spezialeinheiten« halten die USA gemeinsam mit weiteren NATO-Staaten und Israel die beiden Länder in einem Ausnahmezustand, der sie zermürben soll. Zynisch und menschenverachtend versuchen USA und EU, mit Embargos ihren Außenhandel und Zahlungsverkehr planmäßig lahmzulegen. Die Wirtschaft des Iran und Syriens soll bewußt in eine tiefe Krise gestürzt, ihre Arbeitslosenzahlen erhöht und die Versorgungslage ihrer Bevölkerung drastisch verschlechtert werden. Die inneren sozialen und ethnischen Konflikte sollen zugespitzt, ein Bürgerkrieg entfacht werden, um einen Vorwand für die längst geplante militärische Intervention zu schaffen. An diesem Embargo gegen Iran und Syrien beteiligt sich auch ganz maßgeblich die deutsche Bundesregierung.

Wir rufen alle Bürger, die Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, die Friedensbewegung auf, dieser Kriegspolitik konsequent entgegenzutreten.

Wir fordern, daß die Bundesregierung

– die Embargomaßnahmen gegen den Iran und Syrien bedingungslos und sofort aufhebt;

– klarstellt, daß sie sich an einem Krieg gegen diese Staaten in keiner Weise beteiligen und die Nutzung deutscher Einrichtungen für eine Aggression durch USA und NATO nicht gestatten wird;

– sich auf internationaler Ebene für die Beendigung der Politik der Erpressung und Kriegsdrohung gegen den Iran und Syrien einsetzt.

Das iranische und syrische Volk haben das Recht, über die Gestaltung ihrer politischen und gesellschaftlichen Ordnung allein und souverän zu entscheiden. Die Erhaltung des Friedens verlangt es, daß das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten konsequent eingehalten wird.

“Lebens(t)räume fördern”: 10. ND-Spendenaktion – Helfen Sie mit!

Bereits zum zehnten Mal findet in diesem Jahr die gemeinsame Spendenaktion der Tageszeitung Neues Deutschland, SODI, Inkota und wfd statt. Unter dem Titel “Lebens(t)räume fördern” rufen die drei Organisationen zu Spenden für ihre drei Projekte auf. Die Spenden kommen am Ende allen drei Organisationen zu gleichen Teilen zugute.

Quelle: SODI e.V.

Es ist ein freudiges Jubiläum. Zum zehnten Mal ruft das ND (Zeitung Neues Deutschland) gemeinsam mit SODI, INKOTA und Weltfriedensdienst zur Weihnachtsspendenaktion auf. Die diesjährige Solidaritätskampagne »Lebens(t)räume fördern« soll Menschen in Argentinien, Laos und Guatemala stellvertretend helfen, ihre grundlegenden Menschenrechte zu stärken – sei es das Recht auf Wasser, Land oder auf den Schutz vor rücksichtsloser Zerstörung von Lebensräumen, die Lebensträume vernichtet. Denn nach wie vor gilt: Die 1948 von den Vereinten Nationen verabschiedete Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist von ihrer Verwirklichung in vielen Teilen der Welt weit entfernt. Neues Deutschland bittet um Ihre Solidarität. (Jürgen Reents, Chefredakteur, Martin Ling, Nord-Süd-Forum)

Unter www.facebook.com/sodi.de können Sie regelmäßig alle Artikel zur diesjährigen Weihnachtsspendenaktion und den Projekten lesen.

Die drei Projekte brauchen Ihre Unterstützung! Bitte spenden Sie auf das gemeinsame Spendenkonto (SODI), KTO 10 20 101, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00, Kennwort: Soliaktion

Beethoven – Egmont overture (Berliner Philharmoniker, Sergiu Celibidache)

Mindestens 1.050 Euro muss ein Transfer betragen, der die Existenz und Teilhabe sichern soll

Presseerklärung von Werner Schulten, Sprecher der BAG Hartz IV DIE LINKE

Auf der Grundlage einer umfassenden Studie zu existierenden Berechnungsmethoden zur Bestimmung der Nettohöhe monetärer Transfers, die die Existenz und Teilhabe einer alleinstehenden erwachsenen Person sichern soll, hat die BAG Hartz IV der Partei DIE LINKE einen Betrag von mindestens 1.050 Euro ermittelt. Die BAG Hartz IV ist mit über 1.000 Mitgliedern einer der größten Zusammenschlüsse der Partei, der auch mehrere Bundestagsabgeordnete und Mitglieder des Parteivorstandes angehören.

“Das Existenzminimum ist zum Spielball politischer Interessen geworden und die Gewährung von Mindestabsicherungen richtet sich neben der Absicht, Löhne zu drücken, zunehmend nach Kassenlage.” erklärt Werner Schulten, Bundessprecher der Arbeitsgemeinschaft Hartz IV und Mitglied im Parteivorstand der LINKEN. “Angesichts der Tatsache, dass Millionen Deutsche nur noch mit Hilfe von privaten Einrichtungen wie den Tafeln ihr nacktes Überleben sichern können, wird deutlich, dass die herrschende Politik in Deutschland und in der aktuellen Kapitalismuskrise zunehmend auch europaweit das Grundrecht auf die Sicherung der Existenz und Teilhabe mit Füßen tritt.”

Quelle: Bundestag.de

Schulten weiter: “Deshalb ist es notwendig, eine verbindliche Höhe festzulegen, die unbedingt erforderlich ist, um die Existenz und Teilhabe eines Menschen zu sichern. Die nach wie vor verfassungswidrigen Regelsätze in den Sozialgesetzbüchern werden dieser Anforderung bei weitem nicht gerecht, so dass Armut, von Kinder- bis Altersarmut, immer weiter um sich greift. Anhand existierender Berechnungsmethoden wie Armutsrisikogrenzen, Warenkorb- und Statistikmodellen, Pfändungsfreigrenzen u.a. haben wir ermittelt, dass eine erwachsene Person ein Nettoeinkommen von mindestens 1.050 Euro benötigt, damit die Mindestanforderungen auf Existenz und Teilhabe entsprechend unseres im Grundgesetz verankerten Sozialstaatsgebots erfüllt werden. Die Tatsache, dass inzwischen Millionen Vollzeitbeschäftigte in Deutschland dies auch mit ihrem Erwerbseinkommen nicht mehr sichern können, ist ein Skandal und eine Schande für unser Land. Selbst bei einem Stundenlohn von 10 Euro werden Menschen künftig nach 45 Arbeitsjahren mit einer Minirente von 684 Euro in die Altersarmut geschickt, wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der LINKEN zugeben musste. Gleichzeitig gab es 2010 100.000 neue Millionäre in Deutschland. Mit den Grundsätzen einer solidarischen Gesellschaft haben die herrschenden Verhältnisse nichts, aber auch rein gar nichts zu tun.”

KarEn e.V. – Verein zur Förderung alternativer Energien in der Karibik

KarEn ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO) mit Sitz in Berlin, ein eingetragener gemeinnütziger Verein, der im Mai 1992 mit dem Ziel gegründet wurde, in den Ländern der Karibik, in erster Linie in Kuba, aber auch in Nikaragua und inzwischen auch in Südamerika, z.B. Venezuela und Bolivien, zur Energiewende – also zur Ablösung der fossilen Brennstoffe ohne den gefährlichen Irrweg der Kernenergie – beizutragen. Dazu wollen wir insbesondere die bedrückende Abhängigkeit der meisten dieser Länder von Erdölimporten verringern helfen, indem Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse so umfassend wie möglich für die Energieversorgung genutzt werden.

KarEn orientiert grundsätzlich auf den Einsatz einheimischer Arbeitskräfte und Ressourcen.

Kuba erfährt dabei besondere Unterstützung als eine Antwort auf das völkerrechtswidrige Embargo der USA. KarEn kofinanziert dazu den Einsatz von Fotovoltaik (Direktumwandlung von Sonnenstrahlung in Strom), Windkraft, Solartermie (Warmwassererzeugung mit Hilfe der Sonne) und der Wasserkraft in kleineren Anlagen sowie die Aus- und Weiterbildung auf diesen Gebieten.

Mehr über diese Organisation auf: http://www.karen-berlin.de/

Quelle: karen-berlin.de

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